Thomatal > Pfarre > Die Geschichte der Pfarre Thomatal im Lungau

Pfarrkirche zum hl. Georg

Die Pfarrkirche zum hl. Georg wurde erstmals 1470 erwähnt. Im Inneren befinden sich Deckengemälde von Seraphin Lederwasch.

Pfarrkirche St. Georg zu Thomatal ist eine Wallfahrtskirche mit einer gut erhaltenen, funktionierenden Orgel von Mauracher aus dem Jahre1883. Sie besitzt unter anderem auch ein altes Uhr und Schlagwerk das ebenso wie auch die Glocken von Hand betätigt werden.

Ein wichtiges Ereignis in Thomatal ist der Georgiritt, zu dem Jahr für Jahr unzählige Reiter, Pferdeliebhaber und Zuschauer kommen um die Prozession zu begleiten und zu bewundern.

Katholische Gottesdienste:
Freitag: 19:00 Uhr
Sonntag: 9:15 Uhr

Besichtigungen täglich möglich (nach Voranmeldung).

Pfarramt Ramingstein/Thomatal
Pfarrer: DDr. Manfred Thaler
Tel.: +43 (0)6475 223
PGR- Obfrau: Katharina Zehner
Tel: +43 (0)664 151 89 51
Mail: pfarre@thomatal.at
Kath. Bildungswerk: Waltraud Grübl
Kirchenchor: Leiterin: Annemarie Fötschl
Tel.: +43(0)6476 320

 

Die Pfarre Thomatal im Lungau

Im Jahre 1891 wurde die Expositur Thomatal zur Pfarre erhoben. Vorher gehörte dieses Seelsorgsgebiet zu St. Michael, als deren Filiale Thomatal anno 1470 aufscheint.

Die von den Römern gebaute Aufschließungsstraße in den Lungau dürfte durch Thomatal geführt haben. Die Wissenschafter setzen sie 50 nach Christus (unter Kaiser Caludius) an. Damit ist auch erneut die alte Dorfsage lebendig geworden, die behauptet, dass sich dort. wo heute der romanische Teil der Kirche steht, früher ein heidnischer Tempel befunden haben soll.

Noch ein Umstand könnte darauf hindeuten, dass da einmal ein Tempel gestanden hat: nämlich die genaue Ausrichtung des Baues auf den Ausgangspunkt der Sonne zur Frühlingstag- und Nachtgleiche. Besondere Heiligtümer wurden, wie bekannt, vom römischen Augur nach den Himmelkörpern orientiert. Auch Grundreste, die 1927/28 bei der Entwässerung des Ortsfriedhofes gefunden wurden, scheinen die alte Dorfsage zu bestätigen. Dazu schrieb Pfarrer Moritz Grübl (gest. 1957) in der Tauernpost vom 8. Dez. 1928 unter anderem: Bei Entwässerungsarbeiten im Bereich des Friedhofes stieß man an der Nordseite auf ein 6,5 m langes und bis zu einem Meter ind die Tiefe gehendes Mauerwerk. "Die Sage berichtet, dass an Stellte gotischen Anbauer unserer Pfarrkirche (also gerade hier) in ältester Zeit ein heidnischer Tempel gestanden sei." Dem Sonnengott Mithras geweiht, vermutet der hochgelehrte Pfarrer von St. Michael, Augustin Winkelhofer. als nun christliche Glaubensboten ins "Damathal" (das ist die älteste Schreibweise) vorstießen, fanden sie den Kult vor und suchten ihn mit christlichen Inhalten zu füllen. "Und so wurde hier wohl schon im 1. Jahrhundert nach christi Geburt ein christliches Heiligtum, eine Kirche, gebaue und einem der beliebtesten deutschen Volkspatrone, dem hl. ritter Georg, geweiht, dessen Fest gerade in den Frühlingsanfand unserer Gegend fällt (23. April)." "Dieselbe ist also unter den noch bestehenden Gotteshäusern der vorgotischen Zeit eine der öltesten des Lungaues (Bauteile von St. Gertrauden in Mauterndorf, Annakapelle in St. Martin, Wolfgangkapelle in St. Michael)." "Nachweisbar vom 15. Jahrhundert bis 1738 gehörte dann Thomatal zur Pfarre St. Michael und von dort kam ein Hilfspriester - außer an einigen Fasttagen - jeden zweiten Sonntag zur Feier des Gottesdienstes und zur Spendung der Sakramente hierher" (Grübl)